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Athen wie es knallt und brennt

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In den letzten Tagen und Wochen ist das Thema Griechenland aus den deutschen Medien nicht mehr wegzudenken. Wie viel Geld haben wir nicht schon in dieses Land investiert und es scheint sich zu einem Fass ohne Boden zu entwickeln. Allen voran ist natürlich die Bild führend mit den Hetzparaden. Das inzwischen die Griechen auch davon Wind bekommen haben und uns Deutschen gar nicht mehr zu freundlich gegenüberstehend dürften wir in dieser Woche am eigenen Leib austesten.

Ein Erfahrungsbericht aus der Hölle Athen

Alleine schon die Anreise gestaltete sich mehr als schwierig. Plötzlich war ein Generalstreik der Fluglotsen für unseren Reisetermin angesetzt. Ob wir nun wirklich fliegen oder nicht konnte man uns leider erst 24 Stunden vor dem Abflug mitteilen. Da wäre nur leider nicht mehr genügend Zeit gewesen um die Flüge umzubuchen. Im Nachhinein wissen wir nun auch das es gar keine 24 Stunden waren, sondern lediglich 18 Stunden. Wir sind somit volles Risiko gegangen und haben uns einen zweiten Flug gebucht. Hätten sich die Fluglotsen dann doch dazu entschieden zu arbeiten, wären wir auf den Kosten für beide Flüge sitzen geblieben. In diesem Fall waren wir also über den Streik sehr erfreut und konnten Flug Nummer eins kostenlos annullieren und erhalten den gesamten Flugpreis erstattet. Somit sind wir dann am Dienstag morgen von Frankfurt aus über Genf nach Athen geflogen. Hier angekommen war eigentlich alles sehr ruhig. Es stinkt zwar extrem, da seit inzwischen 19 Tagen die Müllabfuhr streikt, aber sonst lief es einfach. Mit der Metro vom Airport zum Omonia-Platz und keine fünf Minuten Fußmarsch später schon im Hotel. Am Abend noch gemütlich was Essen und in eine „Disco“ und schon war es Mittwoch.

Direkt nach dem Aufstehen wunderten wir uns schon ein wenig. Es war noch absolut nichts los auf den Straßen. Das änderte sich jedoch innerhalb von ca. 30 Minuten beim Frühstück. Auf einmal war die vielbefahrene Straße vor unserem Hotelzimmer nämlich nicht mehr von Autos verstopft sondern mit ca. 200.000 Griechen gefüllt. Was genau da jetzt gesungen wurde kann ich leider nicht wiedergeben. Für uns hörte es sich aber nach „Suzuki, Suflaki, Gyros mit Tzatziki!“ an. Auch konnten wir das griechische Wort für Deutschland mehrmals aufschnappen. Plakate „zahlt endlich eure Reparationszahlungen für die Schäden aus dem zweiten Weltkrieg!“ waren zu erkennen. Von dieser Masse an Menschen ein wenig eingeschüchtert, warteten wir mit dem ein oder anderen Bierchen (Mythos) auf unserem Balkon und beobachteten das Treiben. Nachdem dann die ersten Bengalos brannten machten wir uns langsam auf den Weg in Richtung Akropolis. Diese war zwar streikbedingt geschlossen, aber den ganzen Tag im Hotelzimmer sitzen wollten wir dann auch nicht.

Um 16 Uhr war dann Treffpunkt angesagt. Hier warteten dann etwas mehr als 1.000 Dortmunder (und Rolf Fuhrmann) auf den Bustransfer ins Stadion. Dieser war freundlicherweise vom BVB in Kooperation mit der Deutschen Botschaft organisiert worden. Also ab zum Stadion, noch einmal befummeln lassen und ab in den Block. Stimmung bei Piräus war gut – nach acht Minuten meine nicht mehr! Warum? Ganz einfach: Dortmund 0:1 hinten und die scheiß Griechen zünden nicht einen Bengalo!! HALLO?!?! da geht in Hoffenheim ja mehr ab… naja auch beim zweiten und dritten Tor ging nichts – es war nur laut und die machten komische Hüpfbewegungen die keiner kapierte. Ich bin auch überzeugt das jeder von denen dachte wir würden fließend griechisch sprechen. Egal! Soviel zum Spiel…

Wir sind dann also nach dem Spiel mit besagten Bussen wieder zurück zum Treffpunkt. Da die Taxifahrer immer noch keinen Bock auf arbeiten hatten also zu Fuß weiter über den Syntagma-Platz zum Hotel. Der Platz liegt direkt gegenüber des Parlaments wo am Nachmittag zuvor die Ausschreitungen stattgefunden hatten. Dies war deutlich zu erkennen!! Die Gehwege waren aufgerissen um Wurfgeschoße gegen die Polizei zu haben, überall waren Brandflecken der Molotow-Cocktails zu erkennen, viele Ampeln waren abgerissen, in keiner Haltestelle gab es mehr intakte Glasscheiben. Die Bankgebäude wurden auch mehr als schwer beschädigt. An einigen U-Bahn Stationen sind die Steine der Brüstungen rausgebrochen worden… es sah aus wie im Krieg!! Ungefähr auf Höhe des Parlaments fingen auf einmal meine Augen an zu tränen und ich hatte ein starkes Kratzen im Hals. Selbst nach über acht Stunden hing hier noch Tränengas in der Luft!! Dieses konnte man aber nicht mit dem Zeug aus Deutschland vergleichen; ich vermute bei uns dürfte die Polizei dies gar nicht einsetzen auf Grund von Gesundheitsgefährdung! Zum Glück hatten wir uns vorher schon etwas zu trinken gekauft – im Hotel musste ich mir trotzdem noch einmal die Augen auswaschen!

Für Donnerstag rechneten wir eigentlich nicht mit ähnlichen Problemen. Es kam jedoch leider anders als Gedacht. Am morgen zog bereits eine kleinere Gruppe durch die abgesperrte Straße vor unserem Balkon. Wir mussten bis 12 Uhr aus checken und somit machten wir uns dann wieder auf den Weg zur Akropolis. Leider war auch an diesem Tag keine Möglichkeit direkt bis zum Tempel zu kommen – ja, es wurde gestreikt. Wir setzen uns also wieder auf den Hügel unterhalb der Akropolis und genossen die Sonne so gut es ging. Man konnte von hier aus direkt zum Parlament schauen und wir sahen immer wieder dunkle Rauchwolken von dort aufsteigen. Den meisten Wolken gingen Explosionen voraus! Die Griechen hatten also wieder Spass! Nachdem wir noch etwas typisch griechisches gegessen hatten machten wir uns mit der Metro auf dem Weg zum Hotel. Zum Omonia Platz waren es nur zwei Haltestellen, in Athen ein Katzensprung. Zwischen Thesseion und Omonia liegt die Haltestelle Monastiraki. Als hier die Türen aufgingen hörten wir nur Schreie von oberhalb der Station. Auf der Treppe fingen die Leute auf einmal an sich zu vermummen und hochzulaufen… was soll man da als Tourist denken?? „Alter, mach die Tür zu und fahr los!!“, war das einzige was mir durch den Kopf ging. Endlich setze sich die Bahn in Bewegung… beim verlassen der Station konnten wir erkennen das sich ca. 300 Personen noch in selbiger befanden. Keiner traute sich raus! Vermutlich knallte es genau vor den Eingängen. Am Omonia Platz war aber alles weiterhin friedlich…

Wir also ins Hotel und in die Sky Lounge über den Dächern von Athen. Es war mal grade 19 Uhr und wir wussten nicht mehr was wir machen sollten. Taxis fahren erst wieder ab 5 Uhr… toll! Nachdem wir uns an den letzten Strohhalm Bustransfer geklammert und verloren hatten, sitze ich jetzt um 02:25 Uhr mit meinem MacBook auf dem Schoß in der Lobby unseres Hotels und schreibe diesen Blog-Eintrag…

Nur gut das es im Hotel Strom und kostenloses WLAN gab! Sonst wäre die Zeit bis zum Taxi so langsamer rumgegangen. Erstaunlicherweise kam das Taxi dann sogar zehn Minuten zu früh! Wir also Klotten rein und ab zum Flughafen… Auf der Fahrt haben wir dann wohl auch einen neuen Rekord aufgestellt: Athen Innenstadt – Flughafen in grade einmal 22 Minuten. Die Tachonadel erreichte kurz vor dem Syntagma-Platz die 110 km/h in der 50er Zone… Autobahn war das höchste der Gefühle 170 km/h in einer 70er Zone… aber sonst war alles in Ordnung!

Flieger von Athen nach Genf ging dann auch pünktlich und der Pilot wusste was er tat – sehr geiler Start und eine butterweiche Landung! Probleme gab es dann erst wieder in Genf. Der Flieger hatte bei unserer Ankunft schon 40 Minuten Verspätung. Das baute sich dann auf knapp zwei Stunden aus. Angeblich war das schlechte Wetter in Frankfurt Schuld an dieser Verspätung. Ich tippe aber eher darauf das es etwas mit der Eröffnung der neuen Landebahn am Flughafen Frankfurt zu tun hatte und dem damit verbundenen Besuch von Frau Merkel. Zugeben würde das aber wohl keiner… nachdem wir dann 45 Minuten über Frankfurt gekreist hatten durften wir endlich landen. Noch grade die Koffer holen, die 100€ Parkgebühr bezahlen, auf der A5 noch eine halbe Stunde im Stau stehen und schon war ich um 20 Uhr endlich in meinem Bett angekommen!

Ich freu mich auf London…

In diesem Sinne – Ball Heil Hurra

Über Liverpool nach München

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Die erste Groundhopping-Tour im noch jungfräulichen Jahr 2011 steht! Am 24. Februar geht es von Minden nach Bremen um dort in den Ryanair-Flieger nach Liverpool zu steigen. Abends gibt es dann den Leckerbissen in der Euro-League Zwischenrunde des Liverpool FC gegen Sparta Prag.

Am nächsten Tag soll es weiter in Richtung Manchester gehen. Dort wird das Stadion von ManCity besichtigt und der Fanshop unsicher gemacht. Letztes Jahr gab es dort super Angebote (Trikot für 5 Pfund, drei kaufen nur zwei bezahlen). Vielleicht kommt so auch in diesem Jahr ein weiteres zu der Sammlung hinzu. Auf jeden Fall muss wieder ein Pin die Sammlung erweitern, vielleicht sogar vier Stück (Liverpool, Everton, ManCity, United). Aber mal schauen wie es da zeitlich passt und wie die Verbindungen im ÖPNV ist! (weiterlesen …)

… und tschüss Europa!

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Tja, das war wohl nichts! Leider das Aus in der Europa-League durch ein 2:2 beim FC Sevilla für meinen BVB. Schade, dabei hatte es so gut angefangen. Aber wir haben eine Menge Spaß in Malaga, Sevilla und der Fahrt zum Flughafen und nach Hause gehabt! Das ist ja immer noch das Wichtigste! Es gab sehr viel Grund zum Lachen, Gründe zum Weinen und leider auch Gründe um auszurasten!

Anreise/Malaga

Wir hatten uns einen Flug ab Memmingen (München West) gebucht. Trotz 550km Anreise war dies immer noch billiger als von Düsseldorf-Wetze aus zu fliegen. Abfahrt war eigentlich für den 14.12 um Punkt null Uhr geplant, auf Grund des Wintereinbruchs aber vorverlegt worden. So fuhren wir dann schon um 22:30 Uhr mit zwei PKW in Richtung Memmingen! Auf dem Hinweg noch einen Kollegen aus Essen am Bahnhof in Ulm abgeholt. In der Rhön konnte man sehr gut Sternschnuppen beobachten. Ansonsten eine eher ereignislose Fahrt, da auch die meisten Leute am Schlafen waren!

Vor dem Hinflug wie immer aufgeregt! Ich mag diese Flugzeuge einfach nicht. Scheiß Gefühl hilflos ausgeliefert zu sein. Meistens bekommt man den Piloten ja noch nicht einmal zu Gesicht! Du sitzt da hinten und hoffst das der Knaller im Cockpit auch weiß was er macht! Naja ist ja alles gut gegangen. Flug war sogar 25 Minuten früher in Malaga als geplant! Wir sind somit vom -10 Grad kalten Memmingen ins +18 Grad warme Malaga geflogen! Das war echt super!! (weiterlesen …)

Endspiel in Spanien!

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Seit gestern Abend steht es also fest: es kommt zu einem echten Endspiel um den Einzug in die Zwischenrunde der Europa-League zwischen dem Sevilla F.C. und Borussia Dortmund!

Trotz klirrender Kälte fanden sich über 40.000 Dortmund-Fans im “größten Kühlschrank Europas” ein um den BVB zu unterstützen. Bereits nach fünf Minuten das 1:0 durch Kagawa Shinji. In der Folge kamen die Ukrainer aus Lviv zwar besser ins Spiel, konnten aber keine echte Torchance verzeichnen. Nach der Pause dann wieder das gewohnte Bild: der BVB spielte deutlich besser als in der ersten Halbzeit und wurde dafür in der 49. mit dem 2:0 durch Mats Hummels belohnt. Kurz vor dem Abpfiff traf dann auch noch Lewandowski zum 3:0 Endstand. Alle drei Treffer wurden durch Nuri Sahin vorbereitet!

Das war dann mal die objektive Zusammenfassung des Spiels ;) Nur damit auch jeder weiß worum es hier eigentlich geht! Mein persönliches Highlight am gestrigen Abend fand in der 73. Spielminute statt. Die 18.000 Fans auf der Süd und den angrenzenden Ecken stimmten dort nämlich untypische Fußballgesänge an. Diese waren sicherlich durch die minus acht Grad Außentemperatur inspiriert. “Wir haben eiskalte Füße, eiskalte Füße!” war da von der Tribüne zu vernehmen. Für die als Problem besungenen Füße konnte dann auch gleich darauf eine Lösung präsentiert werden! “Wir woll’ne Fußbodenheizung, Fuuuuuußbooooodenheeeeiiizzuuung!” war die Aufforderung in Richtung Verantwortliche. Ob der Wunsch jedoch erhört wird vage ich zu bezweifeln!
Auch die Fans aus der Ukraine wussten mit der eisigen Temperatur umzugehen. Von der 10. bis zu 80. Minute standen ca. 15 der 100 mitgereisten Fans Oberkörperfrei im Gästeblock! Dafür hatte ich dann Respekt!

Dank des 4:2 von Paris über Sevilla wird unsere Spanientour (14.12 – 16.12) nun also doch keine reine Spaßtour werden! Wir haben uns gestern Abend dann auch das Wetter in  Sevilla angeschaut. Molige 17° erwarten uns! Ach das wäre gestern auch eine super Temperatur gewesen. Meine Füße waren erst gegen 23:15 Uhr wieder aufgetaut… das aber nur dank des Heizkissens in meinem Bett ;)

“Endspiel in Spanien, wir ham ein Endpsiel in Spanien, Endspiiiiiiiiiiiel in Spaaaaaaaaaaanieeeeeeeeeeeeeen!”

Mit Borussia nach Paris, nur für eine Nacht!

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Der Titel war Programm! Auswärtsspiel des BVB in der Stadt der Liebe… das zweite Europa-League Auswärtsspiel in dieser Saison und auch nicht das letzte! Wir hatten im Vorfeld einige Diskussionen über die Art der Anreise. Manche wollten einen Bulli mieten, andere favorisierten das “Zwei-Auto”-Prinzip. Bei diesem sollte es dann am Ende auch bleiben. Acht Leute wollten nach Paris und die in zwei Autos der Golf-Klasse unterzubringen stellte ja keine Herausforderung da :)
Abfahrt war um 06:00 Uhr aus Helpup, Lage. Von Minden aus sind das knapp 30 Minuten Fahrzeit, weshalb meine Abfahrt bereits um 05:30 Uhr statt fanden. Die erste Schrecksekunde hatten wir dann auf der A1 kurz vor der Abfahrt auf die A4. Stau- und Pinkelpausenbedingt hatten sich die Fahrzeuge im dichten Verkehr verloren. Daher ist Fahrzeug 1 leider weiter die A1 runtergefahren, während Fahrzeug 2 ordnungsgemäß auf die A4 in Richtung Aachen abgebogen war. Ich fuhr übrigens Fahrzeug 2 ;)

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