Aus dem Notebook wird ein Netbook
Dienstag, 26. Januar 2010 12:17
Ich habe mir in den letzten Wochen überlegt aus meinem Fujitsu-Siemens Lifebook ein Netbook zu machen. Das Netbook sollte eine lange Akkulaufzeit haben und auch schon mit einer großen Festplatte ausgestattet sein.
Ich habe mich dann mal auf die Suche nach einem preisgünstigen Gerät gemacht. Bei ASUS wurde ich dann auch schnell fündig. Es sollte schließlich das ASUS 1005PE werden. Das Netbook soll 11 Stunden Akku-Laufzeit haben, einen N450 Atom-Prozessor mit 1,66 GHz, 1 GB Speicher und eine 250GB Festplatte. Die WLAN Karte kann auch schon den N-Standard und eine Webcam ist auch an Board. Lediglich Bluetooth fehlt, das kann ich aber verkraften! Das Display ist none-glare (also matt) und die Außenhülle ebenfalls nicht Hochglanz!
Preise im Internet waren alle ziemlich gleich. Daher habe ich mich für einen Kauf bei alternate.de entschieden. Dienstagnacht um 23:19 Uhr bestellt und am Donnerstag am 08:30 Uhr geliefert
Alles ohne Probleme! Zahlung klappte per Paypal, kann das also nur weiterempfehlen *g*
Ausgepackt, angeschlossen, hochgefahren – Netbook wurde mit Windows 7 Starter ausgeliefert. Das reichte also erstmal zum testen der Funktionen aus. Leider dauerte der erste Start über 25 Minuten, weil Windows sich erst einrichten musste… aber da hatte ich dann genug Zeit die Aufkleber abzumachen und mal einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen. Nachdem Windows dann endlich hochgefahren war, habe ich als erstes die nervige ASUS Software entfernt und einen vernünftigen Virenscanner installiert. Die Festplatte war schon so partitioniert wie ich es gerne hätte, das hat mir dann also eine Menge Zeit gespart. Daher waren die 25 Minuten für die Einrichtung auch schnell wieder rausgeholt!
Ich wollte auf dem Netbook gerne Ubuntu 9.10 laufen lassen. Allerdings brauche ich aus beruflichen Gründen ebenfalls ein Windows. Daher kam nun Ubuntu 9.10 auf die zweite Partition. Dies klappte auch ohne Probleme! Ich habe ein externes Laufwerk angeschlossen und schon konnte ich installieren. Nach der Installation dann aber der erste Schock! Weder Maus noch Tastatur funktionieren. Aber zum Glück gibt es ja Onkel Google! Dort konnte ich dann lesen, das nach einem BIOS-Update alles klappen sollte – das stimmt auch!
Wieder auf Windows 7 gebootet, dort den ASUS Updater laufen lassen und siehe da, Maus und Tastatur funktionierten!
In dem gleichen Forum wurden auch noch Probleme mit der WLAN Verbindung und der Helligkeit des Displays beschrieben, für die es aber Work-Arounds gab. Hab diese dann auch gleich bei mir ausgeführt… sicher ist sicher!
Den Abend habe ich dann mit rumprobieren und Akku testen verbracht. Ich habe das Netbook ab 17 Uhr bei 100% Akku laufen lassen. Im Hintergrund lief Pidgin, Hauptanwendung war der VLC-Player mit DVD & DivX Filmen und das Display lief auf voller Helligkeit… um kurz nach Mitternacht war der Akku dann bei 2% und das Netbook fuhr sich selbstständig runter! 7 Stunden Akkulaufzeit… ich bin begeistert!!
Am letzten Wochenende habe ich dann die (meiner Meinung nach!) schwereren Probleme versucht zu lösen. Ich wollte noch die Webcam auf Ubuntu ans laufen bringen und auch mein DVB-T Stick sollte auf Linux funktionieren. Die WM steht ja schon fast vor der Tür und da kann es nicht schaden Mobiles Fernsehen zu haben ![]()
Ich habe als Anwendung “Cheese” installiert. Dieses Programm ist zum Aufnehmen von Fotos und Videos über Webcams. Direkt nach dem starten des Programms fing die kleine Lampe an der Webcam das leuchten an und ich sah ein Bild auf dem Display. Es funktionierte also auf Anhieb, ohne etwas anpassen zu müssen!
Als nächstes habe ich “Me TV” installiert. Dies ist eine Fernsehsoftware und soll auch DVB-T unterstützen. Nach der Installation habe ich dann meinen DVB-T Stick eingesteckt. Leider passierte hier erstmal überhaupt nix! Keine Lampe am leuchten, kein Fenster was sich öffnete. Ich habe dann unter Systemverwaltung die Hardware-Treiber geöffnet. Dort hatte das System dann gemerkt das ein DVB-T Stick vorhanden ist und fragte mich, ob ich die Treiber installieren wollte. Natürlich will ich das! Nach der Eingabe des Root-Passwort lud Ubuntu die Treiber selbstständig herunter und installierte diese. Danach leuchte auch brav die Lampe am Stick. Jetzt nur noch “Me TV” starten und schon war ich im Sendersuchlauf. Er hat alle empfangbaren Programme erkannt, was ca. 20 Minuten dauerte. Bild ist auch in Ordnung und es läuft auch ohne zu ruckeln! Ich war einmal mehr begeistert!
Für mich ist es nach knapp einer Woche immer noch die richtige Entscheidung gewesen. Das Display ist zwar etwas kleiner, reicht aber für die von mir bevorzugten Anwendungen locker aus! Auch bin ich positiv überrascht, wie einfach die Migration von Ubuntu war. Linux wird immer besser und einfach zu bedienen. Microsoft sollte langsam aber sich aufpassen
Thema: Technik | Kommentare (0)